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11.12.2012

BMW Elektromobilität Teil 1: BMW 1602 Elektro (1972)

BMW 1602 Elektro von 1972

Offiziell angefangen hat es 1972, als die Olympischen Sommerspiele in München gastierten. BMW stellte für die Veranstaltung zwei BMW 1602 welche auf Elektroantrieb umgebaut wurden. Diese wurden dann als Transportmittel des Organisationskomitee sowie als Kamerawagen oder Begleitfahrzeug eingesetzt. Doch damals hatte das noch nichts mit Spaß zu tun, wie es heute vergleichbar bei einem Elektroauto ist. 350 kg schwere Bleibatterien brachten eine maximale Reichweite von 60 Kilometern.

In den geheimen Kellern und Forschungslaboren fing die Entwicklung bereits 1969 an. Die Nutzbarkeit eines elektrischen Antriebs im praktischen Fahrbetrieb sollte untersucht werden. Als "Versuchskaninchen" wurden zwei Fahrzeuge auf Basis der BMW 02er Reihe hergenommen und kastriert. Dort, wo normalerweise das Schaltgetriebe sitzt, findet nun ein von Bosch entwickelter Gleichstrom-Nebenschlussmotor mit 32 kW Spitzenleistung Platz, der seine Kraft über Zwischengetriebe und Kardanwelle auf die Hinterräder überträgt. Ein thermostatgesteuerter Radiallüfter mit 140 W Leistung übernimmt die Kühlung.

Für die nötige Kraft sorgte ein 85 kg schwerer Gleichstrom-Nebenschluss-Motor der Marke Bosch mit einer Dauerleistung von 12 kW (16 PS). Um diesen mit der nötigen Energie zu versorgen wurde ein austauschbares Akku-Pack im Motorraum verbaut. Heutzutage, mit verbesserten Technologien, wären solche Dimensionen undenkbar. Zwölf handelsübliche 12 Volt Blei-Säure-Starterbatterien der Marke Varta,  befestigt auf einer Palette. 350 Kilo leicht und herausnehmbar und austauschbar. Mal eben zur Werkstatt des Vertrauens fahren um mit Hubwägelchen und weiteren Gerätschaften das Gefährt wieder unter Strom setzen.

Aber immerhin: eine Beschleunigung von 0 auf 50 km/h sei in 8 Sekunden möglich und maximal 100 km/h. Bei Stop-and-go im Münchner Stadtverkehr reduziert sich die Reichweite schnell auf nur etwa 30 Kilometer, oder die Länge von 200.000 aneinandergereihten und kräftigen Weisswürsten. Bei konstanten 50km/h sind dann schon um die 60 Kilometer Reichweite drin.

Zu Testzwecken setzt BMW die Versuchsträger bei den Olympischen Spielen 1972 in München ein. Dort kommen sie unter anderem als Begleitfahrzeuge beim Marathonlauf zum Einsatz. Schon damals arbeitet die E-Maschine auch als Generator, so dass die beim Bremsen erzeugte Energie in der Batterie gespeichert werden kann (Nutzbremse). Gleichwohl setzt sich schnell die Erkenntnis durch, dass die spezifischen Nachteile des Elektroantriebs nur durch Fortschritte auf dem Batteriesektor lösbar sind.

Der BMW 1602 Elektro wird folglich nicht als Lösung, sondern nur als ein erster Entwicklungsansatz betrachtet. 


Weitere Teile der Serie --->> "BMW: 40 Jahre Elektromobilität"

BMW 1602 Elektro von 1972

BMW 1602 Elektro von 1972

BMW 1602 Elektro von 1972

BMW 1602 Elektro von 1972

BMW 1602 Elektro von 1972

BMW 1602 Elektro von 1972

BMW 1602 Elektro von 1972

BMW 1602 Elektro von 1972


- Lisa


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