06.02.2013

50 Jahre Formel V: „Das waren wilde Zeiten“


Daytona ist für die Amerikaner ihr Mekka des Motorsports. Die traditionsreiche Rennstrecke in Florida ist Schauplatz der legendären Daytona 500, bei denen amerikanische Tourenwagen mit mehr als 300 Stundenkilometern um das Oval preschen. Jetzt nutzte Volkswagen Motorsport diese Piste, um den 50. Geburtstag der Formel V zu feiern. Die Formel V war eine angesagte Nachwuchsrennserie, unter anderen spätere Formel-1-Größen wie Keke Rosberg, Emerson Fittipaldi oder Niki Lauda hervorgebracht hat.
Wie beim alten Käfer und den Porsche zu jener Zeit werden diese Formel-Fahrzeuge von luftgekühlten VW-Motoren angetrieben. Die Rennserie gilt darum als Kult in der Fan-Szene für Luftgekühltes. Auch Typen wie Stuck drehten fürs Jubiläum am Lenkrad. In Daytona ist er als Motorsportrepräsentant von Volkswagen mit an und auf der Strecke. Er fährt mit Veteranen wie seinem Le Mans-Teamgefährten Hurley Haywood, Tourenwagen-Pilot Prinz Leopold von Bayern und US-Superstar Michael Andretti vor tausenden Zuschauern am Sonnabend die lap of honour – die Ehrenrunde im Vorfeld des 24-Stundenrennens.

„Das waren schon verwegene Kisten in den 1970ern. Aber die Zeiten waren auch andere damals“, erinnert sich Stuck. „Heute sind die Rennwagen viel weiter, auch was die Sicherheit angeht. Doch der Klang von luftgekühlten Motoren ist immer wieder betörend“, lächelt Stuck, der selber einen alten Käfer in der Garage stehen hat. Auch Ex-DTM-Pilot Klaus Niedzwiedz, mehrfacher Sieger beim 24-Stundenrennen auf dem Nürburgring erinnert sich: „Die Formel-V, das waren Wilde Zeiten.“

Vor dem Hintergrund des WRC-Engagements von Volkswagen, hat die Motorsport-Abteilung auch Rallye-As Markku Alén (inoffizieller Weltmeister von 1978) mitgebracht. Er kam zusammen mit seinem finnischen Kollegen und Formel-Super-V-Europameister von 1976 Mika Arpiainen. So bilden die beiden die Schnittstelle zwischen den alten Formel V-Boliden und dem aktuellen WRC Polo.

„Für das Volkswagen Team sind WM-Rallyes in der Top-Klasse WRC ein neues Metier. Der Polo R WRC ist ein von Grund auf neu entwickeltes Auto mit vielen innovativen Ideen, das seine Premiere nun erfolgreich im Wettbewerb auf der Rallye Monte Carlo gefeiert hat“, resümiert auch Motorsport Direktor Jost Capito in Daytona.

Die Formel V hatte 1963 ihren Ursprung in den USA. In Deutschland gibt es seit kurzem auch wieder eine eigene organisierte Rennserie mit insgesamt zwölf Meisterschaftsläufen.

Quelle: Auto-Medienportal.net/Tim Westermann





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