29.01.2013

Fahrbericht Ford Kuga 2,0-l TDCI 4x4


Ford hat den neuen Kuga für Europa und die Region Asien-Pazifik vorgestellt. In seinem Heimatland USA läuft er bereits seit geraumer Zeit vom Band. Dort wird er unter dem Namen Ford Escape angeboten. Unter welchem Namen auch immer – der Ford-Strategie folgend wird der kompakte SUV eine Weltkarriere antreten sollen. In 100 Ländern will man ihn verkaufen. In Deutschland geht’s am Sonnabend, 9. März 2013 los.
Auf den ersten Blick kann wird klar: Der neue Ford Kuga ist markanter geworden. Er misst in der Länge mit 5,52 Meter rund acht Zentimeter mehr als der Vorgänger. Die Breite und die Höhe haben sich dagegen nur geringfügig verändert, und der Radstand ist unverändert bei 2,69 Meter. Durch die neuen Abmessungen bietet der Kuga ein deutlich größeres Platzangebot für die Passagiere als das aktuelle Modell. Hinzukommt das um 46 Liter gewachsene Gepäckabteil mit einer nochmals verbesserten Zugänglichkeit. Auf Wunsch wird der Zugang hierzu durch die elektrisch betätigte Heckklappe freigegeben, die nun über einen Fußsensor im Stoßfänger geöffnet und auch wieder geschlossen werden kann. Die geteilten Rücksitzlehnen können mit einem Handgriff umgeklappt werden und ergeben dann eine ebene Ladefläche.

Im Innenraum treffen der Fahrer und seine Passagiere auf ein angenehmes Ambiente. Die Sitze bieten einen guten Seitenhalt und sorgen auch dafür, dass längere Strecken mühlelos bewältigt werden können. Sehr angenehm fallen die niedrigen Fahrgeräusche auf. Fahrt-, Wind- und Abrollgeräusche haben die Ford-Ingenieure durch Verbesserungen im Detail spürbar reduziert.

Die Materialien im Innenraum vermitteln eine gute Haptik und ein wertiges Ambiente. Das Panoramadach verbessert zudem noch das Raumgefühl und sorgt geöffnet auch für ein angenehmes Frischluftvergnügen. Die Navigation wurde oben auf dem Armaturenbrett zwischen Fahrer und Beifahrer angebracht. Das heutzutage recht klein wirkende Display verfügt über ein Sonnendach, welches das Ablesen bei Sommerwetter erleichtert.

Zum Marktstart am 9. März 2013 hat Ford die beiden Ausstattungsvarianten „Trend“ und „Titanium“ im Angebot. Jede Motor-Getriebe-Version lässt sich mit diesen beiden Ausstattungsvarianten kombinieren, so dass insgesamt 14 verschiedene Grundkonfigurationen wählbar sind.

Die Ausführung „Trend“ bietet unter anderem Sportsitze vorne, eine in Höhe und Reichweite verstellbare Lenksäule, eine Geschwindigkeitsregelanlage, eine Klimaanlage, ein CD-Audiosystem mit Fernbedienung, elektrisch einstell- und beheizbare Außenspiegel, elektrische Fensterheber vorn und hinten, den Fehlbetankungsschutz „Ford Easy Fuel“, die Ford Power-Startfunktion mit Startknopf, eine im Verhältnis 60:40 geteilt umklappbare Rücksitzbank mit neigungsverstellbaren Rückenlehnen sowie einen zweifach verstellbaren Gepäckraumboden.

Über den „Trend“-Umfang hinaus umfasst die luxuriösere „Titanium“-Ausstattung unter anderem eine Leder-Stoff-Polsterung, das sprachgesteuerte Konnektivitätssystem „Ford Sync“ mit Mobiltelefon-Konnektivität, Bluetooth-, USB- und AUX-Schnittstellen, SMS-Vorlesefunktion und elektronischem Notruf-Assistenten, eine einstellbare Lendenwirbelstütze auf der Fahrerseite, einen automatisch abblendenden Innenspiegel, eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik, eine Mittelarmlehne hinten mit Getränkehaltern, 17-Zoll-Leichtmetallfelgen mit 235/55 R 17-Bereifung, das Überschlagschutzsystem RSC („Roll Stability Control“), Scheibenwischer mit Regensensor sowie Scheinwerfer mit Tag-/Nachtsensor und Ausschaltverzögerung.

Hochwertige Ausstattungspakete schaffen die Möglichkeit zur Individualisierung. Dazu gehören das automatische Notbremssystem „Active City Stop“, Außenspiegel mit Toter-Winkel-Assistent und Umfeldbeleuchtung, ein Fahrspur-Assistent mit Müdigkeitswarner und ein Fernlicht-Assistent, eine Verkehrsschilderkennung und eine Rückfahrkamera. Für zusätzlichen Komfort im Alltag sorgen weitere Sonderausstattungen wie der „Einpark-Assistent“, Navigations- und Audiosysteme neuester Generation, eine abnehmbare Anhängevorrichtung mit ESP-Anhängerstabilisierung, eine beheizbare Frontscheibe, ein elektrisches Panorama-Schiebedach sowie Bi-Xenon-Scheinwerfer mit dynamischer Leuchtweitenregulierung.

Das komplett neu entwickelte fünftürige Crossover-Modell steht in der Benziner- und Diesel-Basismotorisierung jeweils mit Frontantrieb (2x4) zur Verfügung, ansonsten serienmäßig mit elektronisch geregeltem Allradantrieb (4x4). Zum Marktstart in Europa sind je zwei Benziner- (Ecoboost-Direkteinspritzer) und zwei Dieselvarianten im Programm.

Basis des Modellangebots ist die frontgetriebene, serienmäßig mit einem manuellen Sechs-Gang-Schaltgetriebe und kraftstoffsparender Start-Stopp-Technologie kombinierte Benzinerversion „1,6-Liter-EcoBoost 2x4“ mit 110 kW / 150 PS. Hierfür macht Ford ein Einführungsangebot in Höhe von 20.990 Euro (statt 24 000 Euro). Der zweite Benziner („1,6-Liter-EcoBoost 4x4“) markiert mit 134 kW / 182 PS die vorläufige Leistungsspitze des Ford Kuga-Programms. Dieser Motor wird serienmäßig mit Allradantrieb und Sechs-Gang-Wandlerautomatik kombiniert. Verkaufspreis: ab 29 250 Euro.

Bei den 2,0-Liter-TDCi-Dieselversionen steht die 103 kW / 140 PS starke Grundvariante wahlweise mit Frontantrieb/Sechs-Gang-Schaltgetriebe (ab 26 500 Euro), als 4x4-Allradausführung/Sechsgang-Schaltgetriebe (ab 28 500 Euro) oder als 4x4-Allradausführung in Kombination mit dem Power-Shift Automatikgetriebe mit Doppelkupplungstechnologie (ab 30 250 Euro) zur Verfügung.

Der allradgetriebene 2,0-Liter-TDCi-Top-Diesel mit einer Leistung von 120 kW / 163 PS ist ebenfalls wahlweise mit Sechs-Gang-Schaltgetriebe (ab 29 500 Euro) oder mit dem Power-Shift-Automatikgetriebe mit Doppelkupplungstechnologie (ab 31 250 Euro) erhältlich.

Wir fuhren den Kuga mit dem 163 PS-Diesel sowohl in Kombination mit dem Automatikgetriebe als auch als mit Handschalter. Die Automatik zeichnete sich durch eine angenehme Schaltweise aus, die mit schnellen Gangwechseln auch eine sportliche Fahrweise unterstützte. Sie erfolgen kaum spürbar für den Fahrer und seine Passagiere.

Der Selbstzünder lies auch in Kombination mit dem manuellen Getriebe kaum Wünsche offen. Die Schaltwege sind sportlich kurz. Hakeln kam nicht vor. Zudem fördert die Kombination dieser Schaltung mit dem Dieselmotor beim Fahrer deutlich die Bereitsschaft, die Elastizität des Motors auszunutzen und sich auch einmal eine „schaltfaule“ Fahrweise zu erlauben.

Im Gelände kommt der Kuga mit seinem intelligenten Allradantrieb sehr gut klar und steuert die Kraft jeweils an die Räder, die sie in Vortrieb umsetzen können.

Seit der Markteinführung der ersten Kuga-Generation im Jahre 2008 hat Ford bereits rund 300 000 Exemplare dieses Fahrzeugs verkauft, davon in Deutschland rund 68 000. Die neue, zweite Generation wird seit dem 15. November 2012 im Ford-Werk Valencia/Spanien produziert, weitere Produktionsstätten sind in Chongqing/China und in Louisville/Kentucky/USA (Ford Escape). Das lässt erahnen, dass Ford von der zweiten Generation mehr erwartet als von der ersten. Dazu kann man festhalten: Der Kuga hat sich deutlich weiterentwickelt und wird auf all seinen Märkten Abnehmer finden, darunter sicher viele neue Freunde, für die Ford bisher nicht auf der Liste stand.


Daten Ford Kuga 2,0-l TDCI 4x4


Länge x Breite x Höhe (m): 4,52m x 2,077m(mit Spiegel) x 1,701m
Motor: Zweiliter-Reihen-Vierzylinder Turbodiesel, 1997ccm
Leistung: 120 kW / 163 PS bei 3750 U/min
Max. Drehmoment: 340 Nm zwischen 2000-3250 U/min
Verbrauch (nach EU-Norm): 6,2 Liter
CO2-Emissionen: 162 g/km (Euro 5)
Höchstgeschwindigkeit: 196 km/h
Beschleunigung von 0 auf 100 km/h: 10,4 Sek.
Leergewicht / Zuladung: min. 1707 kg / max. 543 kg
Kofferraumvolumen: 425 – 1568 Liter
Max. Anhängelast: 2100 kg (gebremst), 750 kg (ungebremst)







Quelle: Auto-Medienporal.net/Nicole Schwerdtmann




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